Die Bank von England (Bank of England) beschloss in ihrer letzten Sitzung mit einer Abstimmung von 6 zu 3, den Zinssatz bei 3,75% zu belassen. Diese Entscheidung zeigt, dass die Bank in der gegenwärtigen wirtschaftlich unsicheren Lage und bei steigender Inflationsrate ihre Politik nicht ändern möchte. Während drei Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses eine Erhöhung des Zinssatzes um ein viertel Prozent auf 4% forderten, waren die meisten Mitglieder der Meinung, dass es angemessener sei, den aktuellen Zinssatz beizubehalten.
Geldpolitik und Inflationsdruck
Die Bank von England erwartet, dass sich die wirtschaftliche Lage bald verschlechtern wird. Laut dem Ausschuss wird die Inflationsrate in naher Zukunft voraussichtlich steigen. Diese Institution wies auf die steigenden Energiepreise (sowohl Roh- als auch veredelte Produkte) hin, die seit der letzten Sitzung erneut gestiegen sind und größere Schwankungen zeigen als vor Beginn der Konflikte.
Mehr erfahren: Krise gefälschter Gifte in Europa: Illegale Geschäfte im Wert von 20 Milliarden Dollar
Der Ausschuss wies auch auf die sekundären Effekte hin, die möglicherweise aus den hohen Energiepreisen resultieren. Bislang wurden jedoch keine signifikanten Auswirkungen dieser Preise auf Löhne und allgemeine Preise festgestellt. Das bedeutet, dass die hohen Energiepreise noch nicht direkt Druck auf andere Wirtschaftsbereiche ausüben, jedoch könnte diese Situation vorübergehend sein.
Vergleich mit anderen Zentralbanken
Während die Bank von England beschlossen hat, den Zinssatz beizubehalten, hat die US-Notenbank (Federal Reserve) in dieser Woche den Zinssatz auf einen Bereich von 3,75% bis 4% erhöht, und diese Entscheidung war ein vollständiger Konsens unter den Mitgliedern dieser Institution. Auch die Europäische Zentralbank (European Central Bank) hat ihren Einlagenzins auf 2,5% erhöht.
In dieser Woche haben wir einen Anstieg der wirtschaftlichen Aktivitäten auf globaler Ebene beobachtet. Trotz des wirtschaftlichen Drucks durch steigende Lebenshaltungskosten und hohe Zinssätze scheinen die wirtschaftlichen Aktivitäten relativ besser fortzuschreiten als erwartet. Doch der Druck auf den Arbeitsmarkt und die hohen Kreditkosten, mit denen Haushalte und Unternehmen konfrontiert sind, sollten allmählich zu einem Rückgang der Inflationsrate führen.
Schließlich werden die Märkte am Freitag auf die kommenden Entscheidungen der Bank von Japan (Bank of Japan) achten, wo die Märkte eine Zinserhöhung erwarten. Dennoch bleibt die Bank von England die einzige große Zentralbank in dieser Woche, die ihren Zinssatz nicht geändert hat, obwohl Hinweise darauf hindeuten, dass sich diese Situation bald ändern könnte.
Mehr erfahren: Die Trump-Regierung droht mit Handelsreduzierungen mit der Europäischen Union als Reaktion auf Kanadas 'feindlichen' Vorschlag · Der Anleihemarkt hat den Rückkaufplan über 6 Milliarden Dollar des US-Finanzministeriums abgelehnt




