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25 Jahre Haft für Hashim Thaci und Reaktionen in Kosovo
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25 Jahre Haft für Hashim Thaci und Reaktionen in Kosovo

منبع تصویر: euronews.com

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Hashim Thaci, der ehemalige Präsident von Kosovo, wurde zu 25 Jahren Haft wegen Kriegsverbrechen verurteilt, und dieses Urteil hat am Mittwoch heftige Reaktionen unter den Bürgern Kosovos ausgelöst. Das Sondergericht in Kosovo in Den Haag erkannte Thaci und drei weitere frühere Führer der Kosovo-Befreiungsarmee (KLA) wegen illegaler Festnahmen, Folter, Mord und unmenschlicher Behandlung während des Krieges von 1998-1999 gegen Serbien für schuldig.

Jugendliche Kosovaren auf den Straßen

Nach der Verkündung des Urteils marschierte eine Gruppe von Jugendlichen in Pristina, der Hauptstadt Kosovos, in Richtung der EULEX-Mission in Kosovo und hielt KLA-Flaggen in den Händen. Einige der Demonstranten gerieten mit den Bereitschaftspolizisten in Auseinandersetzungen und warfen Steine auf das Gebäude. Eine kleine Gruppe blieb bis Mittwochabend vor der EULEX und blockierte weiterhin den Verkehr.

Unzufriedenheit und Kritik

In der Zwischenzeit bezeichnete Premierminister Albin Kurti das ergangene Urteil als "große und schädliche Strafe" und forderte eine Überprüfung des Urteils. Er schrieb in einem Facebook-Post: "Diese Feststellungen sind ungerecht, aber nicht endgültig und werden einer Überprüfung im Berufungsverfahren unterzogen." Thaci und drei weitere Angeklagte in diesem Fall, darunter Jakup Krasniqi, Rexhep Selimi und Kadri Veseli, wurden kollektiv eines gemeinsamen kriminellen Ziels beschuldigt. Alle vier wurden von dem Vorwurf der Verbrechen gegen die Menschlichkeit freigesprochen und können gegen dieses Urteil Berufung einlegen.

Thaci, der seit 2020 wegen Kriegsverbrechen inhaftiert ist, hat auch in der Zeit nach dem Krieg eine wichtige Rolle in der Politik Kosovos gespielt und war eine der Schlüsselfiguren bei der Erklärung der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 2008. Seine Fotos wurden auf großen Plakatwänden im ganzen Land gezeigt, und seine Unterstützer organisierten Versammlungen, um seine Freisprechung zu fordern.

Internationale Bedenken und politische Folgen

Dieser Prozess in einem Land mit einer Bevölkerung von 1,6 Millionen wie Kosovo, das immer noch mit den Folgen des Krieges zu kämpfen hat, war eines der umstrittensten Themen. Das Gericht, das nach den Gesetzen Kosovos gegründet wurde, hat aufgrund der Verwendung von Beweismitteln, die aus Belgrad stammen, viel Kritik auf sich gezogen.

In der Zwischenzeit reagierte auch Aleksandar Vucic, der Präsident Serbiens, auf dieses Urteil und äußerte Kritik an der Missachtung von Verbrechen gegen serbische Zivilisten. Er ist der Ansicht, dass dieses Urteil einer der Konfliktparteien im Krieg zugutekommt und politische Diskriminierung fördert.

Schließlich könnte dieses Urteil und seine Folgen zu einer Verschärfung der Spannungen in der Balkanregion und insbesondere in den Beziehungen zwischen Kosovo und Serbien führen. Diese Situation wird Herausforderungen für die Europäische Union und die Länder, die Frieden und Stabilität in der Region unterstützen, mit sich bringen.

Quelle: euronews.com