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Weltgesundheitsorganisation: Frauen im Gesundheitssektor Europas verdienen 19 Prozent weniger als Männer
Gesundheit

Weltgesundheitsorganisation: Frauen im Gesundheitssektor Europas verdienen 19 Prozent weniger als Männer

منبع تصویر: euronews.com

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Frauen im Gesundheitssektor Europas — wo sie dominieren — verdienen im Durchschnitt 19 Prozent weniger pro Stunde als Männer, laut einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dieser Sektor ist der viertgrößte Arbeitgeber und der größte Arbeitgeber für Frauen in der Region Europa. Frauen stellen 77 Prozent der Arbeitskräfte im Gesundheitswesen, während dieser Anteil in anderen Sektoren 45 Prozent beträgt. Dennoch gehören nur 55 Prozent der höchsten Einkommen in diesem Sektor Frauen.

Einkommensungleichheit und ihre Ursachen

Nazira Azzopardi Muscat, Direktorin der Abteilung für Gesundheitssysteme bei der WHO Europa, sagte: "Frauen sind die Mehrheit derjenigen, die die Gesundheitssysteme Europas aufrechterhalten, verdienen jedoch weniger als ihre männlichen Kollegen, und diese Lücke summiert sich im Laufe ihrer beruflichen Laufbahn." Die geschlechtsspezifische Einkommenslücke — der Unterschied in den durchschnittlichen Löhnen zwischen Männern und Frauen — ist in den höheren Einkommensstufen größer, sodass diese Lücke von 2 Prozent bei den am wenigsten Verdienenden auf über 22 Prozent in den höchsten Einkommensstufen ansteigt.

Wirtschaftliche und soziale Folgen

Der Bericht zeigt, dass der Gesundheitssektor besonders wichtig für die Beschäftigung von Frauen ist und fast 17 Prozent der gesamten Beschäftigung von Frauen ausmacht, während dieser Anteil bei Männern 5 Prozent beträgt. Diese Ergebnisse zeigen ein ähnliches Muster wie auf dem breiteren Arbeitsmarkt: eine strukturelle Ungleichheit, die sich in höheren Einkommens- und Positionsstufen verstärkt. Weltweit verdienen Frauen im Gesundheitssektor im Durchschnitt 24 Prozent weniger als Männer, was eine größere Lücke im Vergleich zu vielen anderen Branchen darstellt.

Laut dem Bericht der WHO kann diese Lücke zu ernsthaften wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen führen, einschließlich niedrigerer Lebensverdienste, reduzierter Rentenansprüche und eines erhöhten Armutsrisikos für Frauen, die ihr Leben der Pflege anderer gewidmet haben. Azzopardi Muscat fügte hinzu: "Das ist nicht nur ein Zufall und hat nichts mit den Qualifikationen zu tun. Frauen werden für die gleiche Arbeit weniger bezahlt und werden von Rollen ausgeschlossen, die höhere Einkommen bieten."

Die Schließung der geschlechtsspezifischen Einkommenslücken ist daher nicht nur eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, sondern auch eine Investition in eine stärkere und nachhaltigere Gesundheitsarbeitskraft. Zu diesem Zweck empfiehlt die WHO Maßnahmen wie Transparenz bei den Löhnen und die Förderung der Vertretung von Frauen in Entscheidungspositionen.

Quelle: euronews.com