Wolodymyr Selenskyj, der Präsident der Ukraine, erklärte, dass dieses Land bereit für einen Energie-Waffenstillstand mit Moskau ist und fügte hinzu, dass Russland noch nicht auf dasselbe Engagement reagiert hat. In einem Interview sagte Selenskyj, dass die Vertreter der Vereinigten Staaten, Steve Witkoff und Jared Kushner, dieses Thema während ihres letzten Besuchs in Kiew angesprochen haben. Er fügte hinzu, dass die Ukraine diesen Waffenstillstand nur akzeptieren wird, wenn Russland auch alle Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine einstellt.
Ukrainische Verteidigungsstrategie
Selenskyj erklärte: "Wir werden niemals den ersten Angriff starten. Unsere Taktik besteht darin, auf Angriffe zu reagieren, da Putin in keiner Weise Respekt vor Verhandlungen mit Schwachen hat." Er wies auch darauf hin, dass während des Treffens mit Witkoff und Kushner der Vorschlag zur Überprüfung von Raffinerien und anderen Energiequellen gemacht wurde. Selenskyj betonte, dass die Ukraine bereit für einen Energie-Waffenstillstand ist, aber es muss geklärt werden, was dies für die Ukraine bedeutet.
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Energie-Waffenstillstand und Infrastruktur
Selenskyj betonte, dass der Energie-Waffenstillstand verschiedene Arten von Infrastrukturen umfassen sollte: russische Öl- und Gasanlagen, die Ziel von Angriffen Kiews sind, sowie Strom- und Gasinfrastrukturen, die Moskau wiederholt angegriffen hat. Er sagte: "Für Putin bedeutet Energie den Verkauf von Öl und Gas. Für uns bedeutet Energie die Bereitstellung von Strom und Gas für unser Volk."
Selenskyj fügte auch hinzu: "Meine Botschaft ist, dass, wenn die Russen bereit für einen Energie-Waffenstillstand sind, dies bedeutet, dass es keine Angriffe mit irgendeiner Art von Waffen auf die Energie geben darf." Dennoch hat Moskau seine Taktik noch nicht geändert. Unmittelbar nach der Ankündigung des Energie-Waffenstillstands durch Donald Trump stellten kremlnahe Medien dies als einseitige Maßnahme dar und behaupteten, dass Kiew seine Langstreckenangriffe einstellen würde. Es wurden keine Berichte über einen Verzicht Moskaus auf Angriffe auf die Ukraine veröffentlicht.
Der Kreml hat diesen Vorschlag als "sehr gute Idee" bezeichnet, hat jedoch auch dieses Thema mit der Sicherheit des Handelsverkehrs, insbesondere für Öltanker, und der Aufhebung von Sanktionen gegen Russland in Verbindung gebracht. Die Ukraine hat zunehmend Raffinerien und andere Öl-Infrastrukturen Russlands angegriffen und behauptet, dass die Energieeinnahmen zur Finanzierung des umfassenden Krieges Moskaus beitragen. In der Zwischenzeit hat Russland wiederholt die Strom- und Gasinfrastruktur der Ukraine angegriffen und das Land sowie Millionen von Ukrainern insbesondere vor dem Hintergrund eines weiteren Winters des Krieges stark verwundbar gemacht.
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