Revolut, dessen Gründer und CEO Nick Stronsky in einem Interview erklärte, dass das Unternehmen eine duale Notierung an der Londoner Börse und Nasdaq für seinen Börsengang anstrebt. Diese Nachricht zeigt deutlich das Bestreben des Unternehmens, in größere und wettbewerbsfähigere Märkte einzutreten.
Bevorzugung des amerikanischen Marktes
Stronsky betonte in diesem Interview, dass er den amerikanischen Markt als seine erste Wahl betrachtet und nannte als Grund den größeren Markt und das Vorhandensein von institutionellen Investoren, Hedgefonds und Vermögensverwaltern. Er sagte: "Wir müssen zwischen dem Verkauf in einem kleinen Markt mit begrenzten Käufern oder einem großen Markt mit einer Vielzahl von Käufern, die um unsere Aktien konkurrieren werden, wählen."
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Herausforderungen an der Londoner Börse
Im Jahr 2024 wies Stronsky auf die mangelnde Liquidität an der Londoner Börse und die 0,5-prozentige Steuer auf den Aktienkauf hin und schien die Möglichkeit einer Notierung im Heimatmarkt insgesamt abzulehnen. Die Londoner Börse hatte in den letzten Jahren mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen, und viele Unternehmen haben sich in Richtung westlicher Märkte bewegt. Zum Beispiel hat die Zahlungsgruppe Wise in diesem Jahr ihre Hauptnotierung nach New York verlegt.
Wenn Revolut mit einem Wert nahe seinem aktuellen Wert an die Börse geht, könnte es eines der größten börsennotierten Unternehmen Großbritanniens sein, das größer als Barclays oder NatWest sein könnte. Der Börsengang im Juli hat den Wert des Unternehmens auf etwa 115 Milliarden Dollar (100 Milliarden Euro) gesteigert.
Zeitplan für den IPO
Als ein Sprecher von Revolut nach dem Zeitplan für den Börsengang gefragt wurde, weigerte er sich, einen Kommentar abzugeben, verwies jedoch auf ein früheres Interview mit Stronsky, in dem er sagte: "In den nächsten zwei Jahren, aber es hängt von den Marktbedingungen ab." Das Unternehmen hat in diesem Jahr daran gearbeitet, die notwendigen Infrastrukturen für die Notierung vorzubereiten, und erhielt im März die vollständige Banklizenz für Großbritannien. Außerdem erhielt es im August eine Genehmigung aus Frankreich und in diesem Monat eine bedingte Genehmigung für eine nationale Banklizenz in den Vereinigten Staaten.
Revolut hat kürzlich angekündigt, dass es eine Lizenz in der Schweiz beantragt hat und plant, dort mehr als 150 Millionen Schweizer Franken (158 Millionen Euro) zu investieren. Es ist noch unklar, welche Börse die Hauptnotierung beherbergen wird oder ob diese beiden gleichzeitig stattfinden werden.
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