Donnerstag, 17. September 2026 --:--
EILMELDUNG
Neuer Bericht zeigt, dass Europa im Sommer 2026 der heißeste Ort der Welt war
Umwelt

Neuer Bericht zeigt, dass Europa im Sommer 2026 der heißeste Ort der Welt war

منبع تصویر: euronews.com

Von 3 Min. Lesezeit 1

Europa wurde im Sommer 2026 mit ungewöhnlich hohen Temperaturen als "der heißeste Ort der Welt" anerkannt. Laut einer neuen Analyse waren weltweit über 1,5 Milliarden Menschen mit Temperaturgefahren konfrontiert, und fast 90 Prozent der Europäer erlebten einen Monat lang "gefährliche Hitze". Diese Situation wird als Zeichen für den Klimawandel und den dringenden Bedarf an einem Wandel in den Energiequellen betrachtet.

Hitzegefahren und Klimawandel

Forschungen zeigen, dass Temperaturen über 90 Prozent des lokalen Durchschnitts von 1991 bis 2020 als "gefährliche Hitze" definiert wurden. In diesem Sommer erlebten 203 Länder mindestens 30 Tage mit dieser Art von Hitze, darunter 54 Länder, die ihren heißesten Sommer verzeichneten. Frankreich steht mit 3,5 Grad Celsius über dem historischen Durchschnitt an der Spitze dieser Liste.

Warnungen und Folgen

Christian Dahl von Climate Central betonte, dass dieser Sommer ein Zeichen für kritische Bedingungen ist, die wir nicht ignorieren können. Die menschlichen und wirtschaftlichen Kosten, die durch fossile Brennstoffe entstehen, sind offensichtlich und der Bedarf an einem Wechsel zu sauberer Energie war nie so klar. Simon Steele, Exekutivsekretär der UN-Klimakonvention, hob ebenfalls die Notwendigkeit eines schnellen Übergangs von fossilen Brennstoffen zu sauberer Energie hervor und bezeichnete diese als "preiswerter und sicherer".

Die Ergebnisse zeigen, dass der heiße Sommer in Europa Teil eines umfassenderen Trends ist. Prognosen deuten darauf hin, dass die globale Temperatur nicht mehr unter 1,5 Grad Celsius gehalten werden kann, was die rechtliche Schwelle ist, die im Pariser Abkommen von 2015 festgelegt wurde. Laut dem Bericht des UN-Umweltprogramms ist das beste Szenario eine Erwärmung um 1,8 Grad, während andere Szenarien sogar über 2 Grad vorhersagen.

Der Übergang zu sauberer Energie wird als Schlüsselstrategie zur Minderung der negativen Auswirkungen des Klimawandels identifiziert. Im Jahr 2025 deckten erneuerbare Energien fast 34 Prozent des globalen Stroms ab, was bis 2030 auf 60 bis 70 Prozent erhöht werden muss. Im vergangenen Jahr überstieg die Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie in der Europäischen Union erstmals die fossilen Brennstoffe, was ein Zeichen für Fortschritte in Richtung sauberer Energie ist.

Trotz beispielloser Investitionen in saubere Energie decken diese Quellen immer noch nur etwa 40 Prozent des Anstiegs der Nachfrage ab. Die starke Nachfrage nach Energie ist insbesondere aufgrund der Nutzung von Klimaanlagen und des schnellen Wachstums der künstlichen Intelligenz stark gestiegen. Der Energieverbrauch von Rechenzentren wird bis 2025 um 17 Prozent steigen und wird voraussichtlich bis 2030 sich verdoppeln.

Gleichzeitig sind die alten Stromnetze Europas nicht in der Lage, dieser steigenden Nachfrage gerecht zu werden, und große Mengen an Solar- und Windenergie gehen verloren. Während Energiespeichersysteme helfen können, dieses Problem zu lösen, warnen Experten, dass die erforderlichen Investitionen in diesem Bereich noch nicht ausreichend sind.

Quelle: euronews.com