Theater, als eine lebendige Kunstform, ist stets bemüht, innovativ zu sein und sich von seinen Einschränkungen zu befreien. Aber kann das Proscenium-Theater, mit seinen einschränkenden Wänden, als eine Plattform für mutige Erfahrungen anerkannt werden? Dominik Drumgoll, Regisseur und Autor, untersucht dieses Thema in seinem neuen Buch „Zeitliche Rahmen“.
Die Geschichte des Proscenium-Theaters; von 1865 bis 1965
Drumgoll untersucht in seinem Buch die Geschichte des Proscenium-Theaters von 1865 bis 1965, einer Periode, in der diese Art von Theater ihren Höhepunkt erreichte. Er zeigt uns anhand der Werke von über 70 Dramatikern, wie diese Form, trotz ihrer Einschränkungen, einen geeigneten Raum für Kreativität und Innovation geschaffen hat.
Während wir heute Theater in offenen, runden und anderen modernen Formen genießen, erinnert uns Drumgoll daran, wie das Proscenium-Theater „befreiend“ sein kann. Er vergleicht diese Form mit einem 14-zeiligen Gedicht oder einem 12-taktigen Blues, der trotz seiner Einschränkungen Raum für Kreativität bietet.
Mutige Experimente von Tschechow bis Brecht
Das Buch „Zeitliche Rahmen“ ist nicht nur eine neutrale Geschichtsschreibung, sondern führt uns mit einem persönlichen und leidenschaftlichen Blick auf die Details in die mutigen Experimente des Theaters von Tschechow bis Brecht ein. Drumgoll zeigt uns, wie dieses Theater, trotz seiner Wände, ein Werkzeug zur Ausdruck von sozialen und politischen Themen sein kann.
Schließlich erinnert uns Dominik Drumgoll mit seinen Werken daran, dass Theater immer im Wandel ist und jede Form, insbesondere das Proscenium-Theater, als Sprungbrett für Kreativität und Innovation genutzt werden kann.




