Freitag, 18. September 2026 --:--
EILMELDUNG
Forschungen der Universität St. Andrews zeigen, dass Frauen seltener als Männer invasive Behandlungen erhalten
Gesundheit

Forschungen der Universität St. Andrews zeigen, dass Frauen seltener als Männer invasive Behandlungen erhalten

منبع تصویر: euronews.com

Von 2 Min. Lesezeit 29,261

Forschungen der Universität St. Andrews in Schottland zeigen, dass Frauen seltener als Männer Zugang zu invasiven Behandlungen wie Operationen und starken Schmerzmitteln haben. Diese Ergebnisse betonen die Notwendigkeit, geschlechtsspezifische Unterschiede im medizinischen Bereich und deren Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit genauer zu untersuchen.

Wichtige Ergebnisse

Eine Studie, die 41 veröffentlichte Studien zwischen 2018 und 2023 analysierte, zeigte, dass es signifikante Unterschiede in der Bereitstellung invasiver Behandlungen für Männer und Frauen gibt. Beispielsweise verwenden Frauen mit Herzinsuffizienz und Herzinfarkt häufiger medikamentöse Behandlungen und werden seltener für Eingriffe wie koronare Bypass-Operationen und untere koronare Interventionen überwiesen. Außerdem werden bei Parkinson-Patienten Männer häufiger als Frauen an Tiefenhirnstimulationsgeräte überwiesen.

Auswirkungen der Geschlechterungleichheiten in der Behandlung

Maryam Wieneweizen, Honorardozentin an der medizinischen Fakultät der Universität St. Andrews, erklärte: "Während unsere Schlussfolgerungen nicht überraschend waren, ist die Konsistenz dieser Ergebnisse bemerkenswert." Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Gesundheitssysteme in Europa und anderen Teilen der Welt möglicherweise die bestehenden Ungleichheiten in den Behandlungen erkennen und diese korrigieren sollten.

Darüber hinaus empfehlen diese Forschungen Ärzten, Behandlungen nicht auf der Grundlage von Annahmen anzubieten, sondern basierend auf den klinischen Bedürfnissen der Patienten. Andrew O'Malley, einer der Leiter dieser Studie, betonte, dass "die Ergebnisse die Ärzte daran erinnern, ob die Behandlungen auf klinischen Prinzipien basieren oder nur auf vorherigen Annahmen."

Gründe für die Unterschiede

Obwohl die in dieser Studie beobachteten Trends beständig waren, sind die genauen Gründe für diese Unterschiede noch unklar. Wieneweizen fügte hinzu: "Es ist nicht vollständig klar, aber es könnte wahrscheinlich an der mangelnden Vertretung von Frauen in klinischen Studien in den letzten Jahrzehnten liegen, sodass viele Leitlinien auf Daten von Männern basieren."

Weitere Forschungen sind erforderlich, um festzustellen, ob diese Unterschiede eine Reflexion legitimer Variationen in klinischen Praktiken sind oder breitere Ungleichheiten im Zugang zu Gesundheitsdiensten darstellen. Diese Studie betont die Notwendigkeit, allen Patienten eine gleichwertige Versorgung zu bieten.

Quelle: euronews.com