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Elif Eralp, Kandidatin der Linken, hat sich auf die Wohnungsnot in Berlin konzentriert
Europa

Elif Eralp, Kandidatin der Linken, hat sich auf die Wohnungsnot in Berlin konzentriert

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Von Aktualisiert: 2 Min. Lesezeit 36,838

Elif Eralp, 45-jährige Juristin und Spitzenkandidatin der Linken in Deutschland, hat sich zu einer der Hauptfiguren der Landtagswahl in Berlin am Sonntag, den 20. September, entwickelt. Umfragen zeigen die Linke im Bereich von 20 bis 22 Prozent, und Eralp könnte im Falle eines Sieges in den Wettbewerb um die Präsidentschaft der Landesregierung und das Amt des Bürgermeisters von Berlin eintreten.

Persönlicher Hintergrund und Wahlziele

Eralp ist in einer Migrantenfamilie aufgewachsen. Ihre Mutter floh 1980 nach dem Militärputsch und der politischen Verfolgung in der Türkei nach Deutschland; zu einem Zeitpunkt, als Elif noch nicht geboren war. Sie ist jetzt Mutter von zwei Kindern und würde, wenn sie das Bürgermeisteramt in Berlin erreicht, die erste Frau mit Migrationshintergrund in dieser Position sein.

Wohnungsnot und Forderungen der Linken

Das Hauptthema des Wahlkampfes der Linken in Berlin ist die Wohnungsnot und die steigenden Mieten. Eralp sagt, dass große Wohnungsunternehmen zu den Hauptursachen für den Anstieg der Mietpreise gehören, und ihrer Schätzung zufolge sind die Mieten in weniger als zehn Jahren um etwa 70 Prozent gestiegen. Wohnen gehört jetzt zu den wichtigsten Sorgen der Wähler in Berlin.

Die Linke fordert die Umsetzung des Ergebnisses des Referendums von 2021 zur Sozialisierung großer Wohnungsunternehmen. Bei diesem Referendum stimmten über eine Million Menschen, was 56,4 Prozent der Wähler entspricht, für die Übertragung des Eigentums von Unternehmen, die mehr als dreitausend Wohneinheiten in Berlin besitzen, an den öffentlichen Sektor; jedoch haben die Landesregierungen unter der Führung der Sozialdemokraten und später der Christdemokraten das Ergebnis bisher nicht umgesetzt.

Eralp hat erklärt, dass die Umsetzung des Plans zur Sozialisierung großer Wohnungsunternehmen für die Linke eine grundlegende Bedingung für jede Regierungskoalition ist. Bei Bestätigung der Umfrageergebnisse könnte eine Koalition aus der Linken, den Grünen und den Sozialdemokraten möglich sein, aber die Führer der SPD haben sich bisher gegen die Verstaatlichung von Wohnungsunternehmen ausgesprochen.

Die Wahlen in Berlin finden unter dem Eindruck statt, dass die rechtsextreme Partei „Alternative für Deutschland“ nach einem bemerkenswerten Erfolg in Sachsen-Anhalt voranschreitet. Dennoch zeigen Umfragen den Anteil der AfD in Berlin bei etwa 18 Prozent, während die Linke im engen Wettbewerb mit den Christdemokraten um den ersten Platz liegt.

Quelle: akhbar-rooz.com