Die Europäische Kommission wird bald einen neuen Gesetzesentwurf mit dem Namen "EU-Kinderrecht" vorstellen, dessen Ziel es ist, den Zugang von Kindern unter 15 Jahren zu sozialen Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube einzuschränken. Dieser Vorschlag umfasst auch neue Sicherheitsanforderungen für Online-Dienste, einschließlich Videospielen und KI-Chatbots.
Altersbeschränkungen und Sicherheitsanforderungen
Nach diesem Gesetz dürfen Kinder unter 15 Jahren ohne die Zustimmung der Eltern kein Benutzerkonto in sozialen Netzwerken und Video-Plattformen erstellen. Diese Maßnahme reagiert insbesondere auf den zunehmenden Druck aus verschiedenen europäischen Ländern, darunter Frankreich, Griechenland, Österreich, Dänemark und Spanien, um einheitliche Vorschriften zu schaffen, um eine Fragmentierung der Gesetze auf nationaler Ebene zu verhindern.
Mehr erfahren: Die KI-Industrie fordert einen Stopp der schnellen Entwicklung aufgrund von Bedenken hinsichtlich illegaler Übernahme
Im Juli hat eine Gruppe von Experten auf Einladung der Europäischen Kommission eine Reihe von Vorschlägen zur Verbesserung der Online-Sicherheit für Kinder vorgelegt, von denen viele im Entwurf des neuen Gesetzes berücksichtigt wurden. In diesem Entwurf heißt es: "Technologieunternehmen tragen die Hauptverantwortung für die Sicherheit ihrer Produkte. Eltern, nicht Algorithmen, sollten die Kinder Europas erziehen."
Umfang und neue Anforderungen
Dieser Vorschlag geht über das hinaus, was ursprünglich angenommen wurde, und umfasst auch andere Online-Dienste, die für Kinder schädlich sein könnten, einschließlich Videospielen und KI-Robotern. Das neue Gesetz konzentriert sich speziell auf soziale Plattformen und Video-Sharing-Dienste, die als "designspezifische Risiken für Kinder" gelten.
Darüber hinaus wird der Zugang zu sozialen Medien und hochriskanten Diensten für Kinder unter drei Jahren vollständig verboten. Kinder im Alter von drei bis dreizehn Jahren dürfen unter Aufsicht von Erwachsenen auf kinderfreundliche Dienste zugreifen, während Personen im Alter von 13 bis 15 Jahren eingeschränkten Zugang zu diesen Plattformen haben werden.
Große Technologieunternehmen wie Meta und Google werden verpflichtet sein, das Alter der Benutzer bei der Erstellung eines neuen Kontos zu überprüfen, mithilfe einer Altersverifizierungs-App, die in der gesamten EU eingeführt wird.
Sicherheitsgesetze und Überwachung
Der Entwurf des EU-Kinderrechts umfasst eine Liste von Maßnahmen, die Technologieunternehmen ergreifen müssen, um ein sicheres und altersgerechtes Erlebnis zu bieten. Insbesondere verbietet dieses Gesetz Designmerkmale wie endloses Scrollen und künstliche Benachrichtigungen. Empfehlungssysteme müssen so gestaltet sein, dass sie "Rabbit Holes" und Empfehlungen, die ausschließlich auf Interaktionssignalen basieren, vermeiden.
Dieser Vorschlag sieht auch vor, dass Eltern altersgerechte Elternkontrollwerkzeuge erhalten. Schließlich hat die Europäische Kommission aufgrund wiederholter Kritik an der mangelnden Durchsetzung digitaler Gesetze beschlossen, die Beweislast für die Einhaltung der Sicherheitsgesetze für Kinder auf die Technologieunternehmen zu übertragen.
Mehr erfahren: Neue Analyse des Harvard-Center für Astrophysik: Mondstädte sind in naher Zukunft unwahrscheinlich · IFA Berlin 2026: Vorstellung von Smart Devices und vernetzten Innovationen




