Eine neue Analyse, die vom Harvard-Smithsonian Astrophysikzentrum durchgeführt wurde, zeigt, dass es viele Herausforderungen gibt, die der Verwirklichung menschlicher Träume vom Wohnen auf dem Mond im Wege stehen. Trotz technologischer Fortschritte und Raumfahrtbemühungen untersucht diese Studie die Möglichkeiten der Wasser- und Energiequellen für den Bau von Mondstädten und kommt zu dem Schluss, dass das Vorhandensein ausreichender Eislager auf dem Mond das größte Hindernis für eine Besiedlung dort darstellt.
Herausforderungen bei Wasser- und Energiequellen
Die Studie mit dem Titel "Es gibt keine Städte auf dem Mond" untersucht die Wasser- und Energiebedürfnisse einer großen Bevölkerung auf dem Mond. Die Forscher haben festgestellt, dass Städte mit einer Bevölkerung von einer Million Menschen, wenn sie ihr benötigtes Wasser nicht recyceln können, nur einige Jahre überleben können. Beispielsweise wird geschätzt, dass jede Person in einer Mondstadt durchschnittlich 500 Tonnen Wasser pro Jahr benötigt.
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Der Bericht weist auch darauf hin, dass die Internationale Raumstation (ISS) im Durchschnitt 98 Prozent ihres Wassers recycelt und für das Überleben einer Mondstadt mit einer Bevölkerung von einer Million Menschen eine Wiederverwertung von 99,9 Prozent des benötigten Wassers erforderlich ist. Wenn dies jedoch richtig umgesetzt wird, könnte eine solche Stadt bis zu 2000 Jahre lang nachhaltig sein.
Energiequellen auf dem Mond
Andererseits kann die Energieversorgung für eine Mondstadt leicht durch Solarenergie erfolgen. Gebiete mit hoher Beleuchtung an den Polen des Mondes, wo die Sonne niemals vollständig untergeht, gelten als ideale Standorte für die Installation von Solarpanelen. Forscher haben prognostiziert, dass ein Kilometer hohe Türme, die mit Solarpanelen bedeckt sind, jeweils etwa 3 Gigawatt Energie erzeugen können, was ausreicht, um nicht nur Wohnanlagen, sondern auch Industrien mit Energie zu versorgen.
Darüber hinaus besteht eines der Hauptrohstoffe für die Herstellung von Solarzellen, Silizium, aus etwa 20 Prozent der Mondoberfläche, was die lokale Produktion dieser Zellen unterstützen kann. Beispielsweise hat ein japanisches Unternehmen namens Shimizu Corporation Pläne zur Installation von Solarpanelen entlang des Äquators des Mondes vorgestellt, die mehr als 13.000 Terawatt Energie erzeugen könnten, was mehr ist als der gesamte Stromverbrauch der Erde.
Trotz dieser Herausforderungen hoffen die Forscher, dass die jüngste Studie als Katalysator für ernsthaftere Diskussionen über die Nachhaltigkeit und das Management von Wasserressourcen bei Mondmissionen dienen wird.
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