Die Europäische Kommission hat am Dienstag einen Plan zur Schaffung einer digitalen Plattform namens European Social Security Pass vorgestellt, die es den Bürgern ermöglicht, ihre Arbeitsdokumente in der gesamten Europäischen Union zu identifizieren. Ziel dieser Plattform ist es, die Verzögerungen zu verringern, mit denen Grenzarbeiter konfrontiert sind, wenn sie Arbeitsdokumente benötigen oder diese in Mitgliedstaaten außerhalb ihres eigenen Landes identifizieren müssen. Diese Verzögerungen führen oft zu Verletzungen ihrer grundlegenden Rechte.
Erleichterter Zugang zu sozialen Rechten
Mit dieser neuen Plattform werden Arbeitnehmer in der Lage sein, problemlos von ihren sozialen Leistungen und ihrer Gesundheitsversicherung zu profitieren und auch ihre beruflichen Dokumente in anderen EU-Ländern ohne unnötige Bürokratie zu identifizieren. Diese Vorschläge tragen auch dazu bei, mobile Arbeitnehmer zu unterstützen und die Herausforderungen der Unternehmen bei der Anwerbung von Talenten außerhalb der Europäischen Union anzugehen.
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Neue Chancen für den Arbeitsmarkt
Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, erklärte in einer Stellungnahme: "Der Binnenmarkt muss zu einem echten Markt für Fähigkeiten werden, der mehr Möglichkeiten für Arbeitnehmer und Unternehmen bietet." Daten der Kommission zeigen, dass im Jahr 2024 etwa 14 Millionen Europäer in den Mitgliedstaaten leben, von denen 10 Millionen im erwerbsfähigen Alter sind. Außerdem zeigte eine aktuelle Umfrage, dass 18 Prozent der Europäer bereit sind, auszuwandern.
Roxana Minzatu, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für soziale Rechte, erklärte, dass diese neue Plattform "talentierten Personen" hilft, "die Verschwendung ihrer Fähigkeiten" beim Grenzübertritt innerhalb der Union zu vermeiden. Die Kommission schätzt, dass die Plattform bis 2040 Vorteile in Höhe von 6 Milliarden Euro bringen könnte.
Nach Angaben der Kommission könnte die Digitalisierung in einem Zeitraum von 12 Jahren bis zu 64 Millionen Euro für Unternehmen, 69 Millionen Euro für Gesundheitsdienstleister und 72 Millionen Euro für Arbeitsinspektoren durch schnellere Grenzüberprüfungen einsparen. Außerdem könnte die digitale Signatur Betrug in Höhe von 277 Millionen Euro im gleichen Zeitraum verhindern.
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