Ali Al-Saidi, der Premierminister des Irak, wurde von den französischen Beamten herzlich empfangen und traf im Élysée-Palast mit Emmanuel Macron, dem Präsidenten Frankreichs, zusammen. Dieser Besuch, der als sein erster europäischer Besuch gilt, umfasst Gespräche zur Stärkung der wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Beziehungen zwischen dem Irak und den europäischen Ländern.
Wirtschaftliche und kulturelle Vereinbarungen
Haider Abadi, der Sprecher der irakischen Regierung, erläuterte vor diesem Besuch die Ziele und gab bekannt, dass in Paris eine Reihe von Vereinbarungen in den Bereichen Investitionen, Energie, Industrie, Handel, Technologie, Bildung, Kultur und Infrastruktur unterzeichnet werden. Diese Vereinbarungen spiegeln den Willen beider Länder wider, in verschiedenen Bereichen zusammenzuarbeiten und die bilateralen Beziehungen zu stärken.
Nach diesem Treffen wird Al-Saidi nach Berlin reisen, um seine Gespräche über die Erweiterung strategischer Partnerschaften fortzusetzen. Er betonte, dass der Irak seinen Platz in den internationalen Beziehungen zurückgewinnen und die Beziehungen zu anderen Ländern auf der Grundlage gemeinsamer Interessen aufbauen müsse. Al-Saidi wies auch darauf hin, dass dieser Besuch neue Türen für Zusammenarbeit, Investitionen und Entwicklung mit Frankreich öffnen könnte.
Herausforderungen und Chancen in den internationalen Beziehungen
Dieser Besuch findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem der Irak bestrebt ist, seine internationalen Beziehungen auszubauen, insbesondere im Bereich Sicherheit und die Rolle der internationalen Koalition gegen den IS. Im Gegenzug sieht Frankreich den Irak als wichtigen Partner in politischen, sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Fragen. Die langjährige Beziehung Frankreichs zum Irak, die bis vor 2003 zurückreicht, trägt zur Stärkung dieser Kooperationen bei.
Darüber hinaus erfolgt Al-Saidis Besuch in Frankreich nach der Verbesserung der Beziehungen zwischen Paris und Damaskus und zeigt Macrons Interesse an der Stärkung der französischen Präsenz in der Region. Diese Veränderungen könnten auch Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen dem Irak und Syrien haben, da beide Länder versuchen, die Wunden vergangener Konflikte zu heilen.
Der Irak bemüht sich auch, nach den USA seine Beziehungen zu westlichen Ländern auf der Grundlage von Frankreich und Deutschland aufzubauen. Dieser Besuch könnte neue Möglichkeiten für Investitionen und Entwicklungen in verschiedenen Bereichen schaffen. Der irakische Ölexport nach Frankreich, der zur Zeit von Saddam Hussein einer der Hauptabnehmer des irakischen Öls war, könnte ebenfalls zur Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder beitragen.
Schließlich hat das Präsidialamt Frankreichs angekündigt, dass Macron und Al-Saidi über die Auswirkungen regionaler Instabilität auf den Handel und die Energieversorgung diskutieren werden. Diese Gespräche könnten dazu beitragen, den Druck auf die Energiemärkte zu verringern und die irakische Wirtschaft zu unterstützen.
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