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Das Unternehmen Longdock unterstützt die europäische KI-Technologie durch den Umzug nach Deutschland
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Das Unternehmen Longdock unterstützt die europäische KI-Technologie durch den Umzug nach Deutschland

منبع تصویر: parsi.euronews.com

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Das Unternehmen Longdock, dessen Hauptsitz in Berlin liegt, kehrt mit der Verlagerung seiner Muttergesellschaft aus den Vereinigten Staaten nach Deutschland den üblichen Weg europäischer Start-ups um. Diese Entscheidung wurde im Zuge zunehmender Diskussionen darüber getroffen, wie Europa seine eigene Infrastruktur für unabhängige Künstliche Intelligenz aufbauen und die Abhängigkeit von amerikanischen Anbietern von Cloud- und KI-Diensten verringern kann.

Strukturänderung und deren Vorteile

Viele europäische Start-ups gründen zur Kapitalbeschaffung häufig eine Holdinggesellschaft in den USA. Longdock hat jedoch diesen Trend beendet, die amerikanische Holdingstruktur aufgelöst und die Muttergesellschaft nach europäischem Recht registriert. Ein Vertreter des Unternehmens erklärte, dass Longdock seine Unternehmensstruktur in die Form einer Europäischen Aktiengesellschaft (Societas Europaea oder SE) in Deutschland umstrukturiert hat.

Dieser Prozess begann Anfang 2026 und kostete mehrere Millionen Euro und ist nun abgeschlossen. Longdock, das im Jahr 2023 gegründet wurde, ist eine Plattform für Unternehmens-Künstliche Intelligenz, die etwa 13.000 Organisationen bedient. Diese Plattform ermöglicht es den Mitarbeitern, auf mehrere KI-Modelle zuzugreifen und erlaubt es Unternehmen, diese Modelle mit ihren Daten und Softwarelösungen zu verbinden.

Transparenz und Datensicherheit

Das Unternehmen Longdock hat erklärt, dass die Gründung einer in den USA registrierten Muttergesellschaft zunächst ein "entscheidender Schritt" war, der half, Investoren zu gewinnen und das Unternehmen von der Unterstützung und dem Netzwerk des amerikanischen Start-up-Accelerators Y Combinator profitieren ließ. Dennoch blieben die Operationen und Kundendaten dieses Unternehmens in Deutschland.

Durch die Abschaffung der amerikanischen Muttergesellschaft wird die europäische Struktur von Longdock für die Kunden transparenter, insbesondere in Zeiten geopolitischer Unsicherheit. Das Unternehmen erklärte gegenüber Euronews Business: "Wir glauben, dass Europa ein kraftvoller Ort ist, um ein globales Technologieunternehmen aufzubauen, und wir möchten zur Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit beitragen." Etwa 80 Prozent von Longdock befinden sich im Besitz von Gründern und Mitarbeitern, die in der Europäischen Union leben.

Der jährliche Umsatz des Unternehmens erreichte im August 50 Millionen Dollar (42 Millionen Euro), eine Zahl, die im Vergleich zu 1 Million Dollar (870.000 Euro) im Oktober 2024 einen erheblichen Anstieg zeigt. Longdocks langfristige Ambition ist der Aufbau einer "vollwertigen und unabhängigen KI-Plattform", die mit amerikanischen Hyperscalern konkurrieren kann.

Das Unternehmen plant, bis Ende des Jahres drei neue Dienste einzuführen und wird sein eigenes Rechenzentrum in Deutschland nutzen, um Open-Source-KI-Modelle auszuführen und Rechenleistung bereitzustellen. Dieses Vorhaben beginnt im kleinen Maßstab und wird mit steigender Kundennachfrage ausgeweitet.

Trotz des schnellen Wachstums hat Longdock noch einen langen Weg vor sich, um mit den amerikanischen Technologieriesen zu konkurrieren. Der jährliche Umsatz von 50 Millionen Dollar des Unternehmens ist im Vergleich zu den 128,7 Milliarden Dollar (108 Milliarden Euro) Umsatz von Amazon Web Services im Jahr 2025 gering. Die Entscheidung von Longdock, die Muttergesellschaft zu verlagern, wird ein Test dafür sein, ob europäische Vorschriften und Bedenken hinsichtlich der digitalen Souveränität zu einem Wettbewerbsvorteil werden können oder nicht.

Quelle: parsi.euronews.com