Hacker haben mit gefälschter staatlicher Institution Hunderte europäische Kunden der digitalen Bank Revolut ins Visier genommen und deren persönliche Daten gestohlen. Revolut erklärte in einer Stellungnahme, dass dieser Angriff Teil eines "komplexen ausländischen Identitätsbetrugs" gewesen sei, bei dem eine unbefugte Person eine E-Mail-Adresse einer echten staatlichen Institution verwendet habe, um gefälschte Anfragen nach Kundendaten zu versenden.
Details des Angriffs
Berichten zufolge wurde dieser Angriff von italienischen Hackern durchgeführt, die ein kompromittiertes italienisches staatliches E-Mail-Konto verwendeten, um als offizielle Beamte Anfragen nach Kundendaten zu versenden. Die Hacker konnten auf Informationen zugreifen, die Adressen der Kunden, Identitätsbestätigungsfotos, Ausweisdokumente und Informationen zu Bitcoin-Aktivitäten umfassten. Laut einer informierten Quelle sind etwa 680 Kunden von Revolut in mehreren europäischen Ländern von diesem Angriff betroffen.
Präventive Maßnahmen von Revolut
Revolut ist ein britisches Unternehmen, aber ihre Bankgeschäfte sind rechtlich in Litauen ansässig und lizenziert, mit über 50 Millionen Kunden in ganz Europa. Das Unternehmen erklärte, dass die Systeme und Gelder der Kunden "unberührt" geblieben seien und dass den betroffenen Personen Informationen und notwendige Unterstützung bereitgestellt wurden. Nach der Identifizierung des Angriffs hat Revolut sofort die betreffende Adresse blockiert und die zuständigen staatlichen Stellen informiert.
Das Büro für Datenschutz in Großbritannien, das Büro des Informationskommissars, hat bestätigt, dass es einen Bericht über diesen Vorfall erhalten hat und die bereitgestellten Informationen bewertet.
Expansion der Aktivitäten von Revolut
Dieser Vorfall ereignet sich, während Revolut kontinuierlich in den globalen Bankensektor expandiert. Das Unternehmen, das 2015 als Fintech-Startup gegründet wurde, hat kürzlich einen Wert von 115 Milliarden Dollar (98,7 Milliarden Euro) bei einem Sekundäraktienverkauf im Juli erreicht. Revolut erhielt im März die erwartete Banklizenz auf dem Heimatmarkt Großbritannien und im August die vollständige Banklizenz für Frankreich. In diesem Monat erhielt das Unternehmen auch eine bedingte Genehmigung für die Banklizenz in den Vereinigten Staaten und beantragte am Dienstag eine Banklizenz in der Schweiz.
Ursprünglich baute Revolut sein Geschäft rund um den Währungswechsel und die Überweisung von Geld über Smartphones auf und erweiterte dann auf ein breiteres Spektrum an Finanzdienstleistungen. Jetzt hat das Unternehmen weltweit über 80 Millionen Kunden und hat das Ziel, 100 Millionen Kunden in 100 Ländern zu erreichen.
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