Das kürzlich vorgestellte «Kidz Act»-Gesetz der Europäischen Union zielt darauf ab, Kinder vor den Gefahren des Online-Raums zu schützen, indem es Altersbeschränkungen und Werkzeuge zur elterlichen Kontrolle einführt. Dieses Gesetz befasst sich auch mit den süchtig machenden Eigenschaften von sozialen Netzwerken, Video-Plattformen und Künstlicher Intelligenz.
Auswirkungen und Herausforderungen des neuen Gesetzes
Dennoch stellt sich eine ernsthafte Frage: Kann Europa mit der Verabschiedung dieser Vorschriften die Sicherheit der Kinder gewährleisten, ohne sich selbst aus dem Wettbewerb im Bereich der Künstlichen Intelligenz, in dem es offensichtlich zurückliegt, zurückzuziehen? Das einzige bedeutende europäische Unternehmen in diesem Bereich, Mistral, ist deutlich kleiner als seine amerikanischen Konkurrenten wie OpenAI und Anthropic. Während Künstliche Intelligenz als die bestimmende Technologie dieses Jahrzehnts gilt, ist dieser Austausch zwischen «Regeln» und «Wachstum» zu einer großen Herausforderung für die Union geworden.
Inhalte des «Kidz Act»-Gesetzes
Dieses Gesetz umfasst mehrere Maßnahmen zum Schutz von Kindern im digitalen Raum. Unter anderem sind Personen unter 13 Jahren vollständig von der Nutzung sozialer Netzwerke ausgeschlossen, und Jugendliche bis 15 Jahre dürfen nur unter elterlicher Aufsicht kleine Konten haben. Außerdem wurde eine Obergrenze von einer Stunde Nutzung pro Tag für diese Konten und ein vollständiges Verbot für süchtig machende Funktionen wie endloses Scrollen und interaktionsbasierte Belohnungen festgelegt.
Dieses Gesetz umfasst auch alle Video-Streaming-Plattformen, Online-Spiele und Künstliche Intelligenz-Roboter und fordert App-Stores und Betriebssysteme auf, strenge Filter zur Altersverifikation der Nutzer einzuführen. Doch die Hauptschwierigkeit besteht darin, wie diese Gesetze durchgesetzt werden, da die Europäische Union eine Altersverifizierung der Nutzer und strenge Beschränkungen zum Schutz der Kinder fordert.
Es gibt Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit dieser Gesetze, insbesondere da der digitale Sektor Europas größtenteils in den Händen amerikanischer Unternehmen liegt und historische Erfahrungen zeigen, dass diese Unternehmen schwerlich die Gesetze respektieren. Die zahlreichen Geldstrafen, die gegen Technologiegiganten wegen Gesetzesverstößen verhängt wurden, verdeutlichen, dass die effektive Durchsetzung von Gesetzen nach wie vor eine ernsthafte Herausforderung für die Europäische Union darstellt.
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