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Vorschlag zur Änderung des Kinderschutzgesetzes in Ungarn durch Péter Márki-Zay
Europa

Vorschlag zur Änderung des Kinderschutzgesetzes in Ungarn durch Péter Márki-Zay

منبع تصویر: euronews.com

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Péter Márki-Zay, der Ministerpräsident von Ungarn, hat einen Vorschlag zur Änderung des Kinderschutzgesetzes seines Landes angekündigt. Dieses Gesetz, das aufgrund seiner diskriminierenden Klauseln von Brüssel und LGBTQ+-Rechtsgruppen stark kritisiert wurde, wurde 2021 unter der Regierung von Viktor Orbán verabschiedet.

Geschichte und Kritik

Dieses Gesetz wurde zunächst als Maßnahme zum Schutz von Kindern vor Pädophilie verabschiedet, jedoch wurden bald Änderungen vorgenommen, die effektiv die Darstellung von Homosexualität für Kinder verbot. Dies führte dazu, dass Bücher, Zeitungen und Filme aus Regalen und Fernsehprogrammen entfernt wurden. Nach internationalen Protesten leitete die Europäische Kommission ein Verfahren gegen Ungarn ein.

Urteil des Europäischen Gerichtshofs

Im April dieses Jahres entschied der Europäische Gerichtshof, dass dieses Gesetz im Widerspruch zu den Gesetzen der Europäischen Union steht und sexuelle Minderheiten als Bedrohung für die Gesellschaft betrachtet und deren Menschenwürde verletzt. Márki-Zay erklärte in einem Interview mit dem nationalen Radio am Montag, dass die vorgeschlagenen Änderungen den Zugang von Kindern zu gewalttätigen und sexuellen Inhalten einschränken und gleichzeitig Diskriminierung gegen sexuelle Minderheiten beseitigen werden.

Márki-Zay wies auch darauf hin, dass die Reform des Gesetzes nicht nur zum Schutz von Kindern beitragen wird, sondern auch die Möglichkeit bietet, finanzielle Strafen zu vermeiden. Er sagte: "Es besteht eine gute Chance, dass die Gesetzesänderung zusammen mit einem stärkeren Schutz der Kinder Ungarn hilft, Strafen zu entkommen."

Zukünftige Pläne und Zusammenarbeit mit der Europäischen Union

Der Ministerpräsident von Ungarn sagte, dass der Schutz von Kindern, Gesundheit und Bildung nach wie vor die Schlüsselprioritäten seiner Regierung sind. Er betonte, dass die Reform des Kinderschutzgesetzes dazu dient, mehr finanzielle Mittel von der Europäischen Union freizusetzen. Márki-Zay erklärte: "Wir können eine halbe Milliarde Euro für Bildungsunterstützungen freisetzen."

Als Antwort auf die Bitte um einen Kommentar erklärte die Europäische Kommission, dass es noch zu früh sei, um die vorgeschlagenen Reformen zu bewerten, bestätigte jedoch, dass sie in engem Kontakt mit der ungarischen Regierung steht. Es wird erwartet, dass die Änderungen am Montag dem Parlament vorgelegt werden.

Am Ende der Woche kündigte Márki-Zay auch Pläne zur Lockerung der Beschränkungen für die Annahme von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare an, die zur Zeit Orbáns effektiv verboten waren.

Quelle: euronews.com