Die Preispolitik für Medikamente in den Vereinigten Staaten, unter der Leitung von Präsident Donald Trump, wurde eingeführt, um sich an den niedrigsten Preisen unter den entwickelten Ländern zu orientieren. Diese Politik könnte insbesondere negative Folgen für europäische Patienten haben, da Pharmaunternehmen möglicherweise die Lieferung von Medikamenten in Ländern mit niedrigeren Preisen verzögern, um einen Preisverfall in den USA zu vermeiden.
Forschung und deren Ergebnisse
Eine neue Studie, die in der medizinischen Zeitschrift Lancet veröffentlicht wurde, zeigt, dass von 195 untersuchten patentgeschützten Medikamenten für drei Viertel von ihnen ein Preisverfall in den USA zu finanziellen Verlusten führen könnte, die höher sind als der jährliche Umsatz dieser Medikamente in den Referenzländern. Laut den Forschern könnte diese Situation Pharmaunternehmen dazu zwingen, die Lieferung von Medikamenten in Ländern mit niedrigeren Preisen zu verzögern.
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Auswirkungen auf europäische Patienten
Patienten in Europa könnten aufgrund der US-Politik länger auf den Erhalt neuer Medikamente warten müssen. Ein Vertreter der Europäischen Patientenvereinigung erklärte beispielsweise, dass, wenn Pharmaunternehmen aufgrund der Preisgestaltung in den USA die Lieferung von Medikamenten in Europa verzögern, dies erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit und Lebensqualität der Patienten haben könnte. Verzögerungen beim Zugang zu Medikamenten für Menschen mit schweren oder fortgeschrittenen Erkrankungen könnten ernsthafte Folgen haben.
Auswirkungen auf den Medikamentenmarkt in Europa
In den letzten Monaten hat Europa einen Rückgang der Anzahl angebotener Medikamente erlebt. Nach der Erlass von Trumps Exekutivbefehl ist die Anzahl der angebotenen Medikamente auf den Märkten der Europäischen Union im Vergleich zum Vorjahr um etwa 35 Prozent gesunken. Obwohl der direkte Zusammenhang zwischen diesem Rückgang und den US-Politiken noch unklar ist, sind einige Medikamente aufgrund dieser Politiken vom Markt verschwunden.
In dieser Situation sind Experten der Meinung, dass europäische Länder bereit sein müssen, höhere Kosten für die Bereitstellung neuer Medikamente zu tragen. Ein führender Beamter in diesem Bereich, Alexander Natz, Präsident der Lobby der Biotechnologieunternehmer, betonte, dass europäische Länder mehr Aufmerksamkeit auf interne Diskussionen über Gesundheits- und Behandlungskosten richten müssen, um Verzögerungen bei der Lieferung von Medikamenten zu vermeiden.
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