Emmanuel Macron, der Präsident von Frankreich, reist an diesem Wochenende nach Saint-Pierre und Miquelon, um mit Mark Carney, dem Premierminister von Kanada, über die Zukunft dieses Archipels und die geopolitischen Kooperationen zwischen Frankreich und Kanada zu sprechen. Diese Reise findet statt, während der letzte Präsident von Frankreich, der diese Region besucht hat, François Hollande im Dezember 2014 war.
Ziele der Reise
Das Hauptziel dieser Reise ist es, eine Botschaft über die Präsenz Frankreichs in fünf Ozeanen zu senden. Laut dem französischen Präsidialamt gilt Saint-Pierre und Miquelon als eine Schlüsselregion im Atlantik und ermöglicht es Frankreich, seinen Einfluss in dieser Region aufrechtzuerhalten. Außerdem umfasst diese Reise Diskussionen über souveräne Fragen im Zusammenhang mit digitalen Kabeln und Raumfahrtaktivitäten, wo erwartet wird, dass weitere Investitionen getätigt werden.
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Soziale und wirtschaftliche Herausforderungen
Saint-Pierre und Miquelon sieht sich auch ähnlichen wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen wie viele isolierte Gebiete der Welt gegenüber. Die Fischereiindustrie in dieser Region ist stark betroffen und die Bevölkerung nimmt ab. Insbesondere der Rückgang der Fischereiindustrie aufgrund kanadischer Verbote für Kabeljau hat der lokalen Wirtschaft erheblichen Schaden zugefügt. Zudem stellt der Anstieg des Meeresspiegels eine weitere Bedrohung für diese Region dar. Das Dorf Miquelon-Langlade wird aufgrund dieses Anstiegs ins Landesinnere verlegt, was das erste Umsiedlungsprojekt als Reaktion auf den Klimawandel in Frankreich darstellt.
Macron wird auch die Bedeutung regionaler Kooperationen betonen. Frankreich möchte Saint-Pierre und Miquelon als eine Unterstützungsbasis für die polaren Kooperationen entwickeln und mit Kanada sowie Dänemark und Grönland zusammenarbeiten.
Neben diesen Themen werden Macron und Carney auch während ihrer Reise nach New York in der kommenden Woche zusammentreffen, um über Energiekooperationen und die Bereitstellung von Kohlenwasserstoffressourcen für Europa zu diskutieren. Frankreich strebt an, die Beziehungen zu Kanada als neuen Partner im Energiesektor zu stärken, und dieses Thema hat besondere Bedeutung, da die Kraftstoffpreise aufgrund globaler Spannungen steigen.
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