Die Herausforderungen durch Dürre und Hitze haben sich insbesondere in der Produktion von Hopfen in Österreich und Deutschland verschärft. Landwirte in Schlüsselregionen wie Mühlviertel in Österreich und Franken in Deutschland stehen vor ernsthaften Problemen. Stefan Hofer, Vorsitzender der Hopfenbauernkooperation im Mühlviertel, sagt: "Hitze und Trockenheit haben uns stark getroffen. Einige meiner Pflanzen sind völlig ruiniert."
Auswirkungen der Dürre auf die Hopfenproduktion
Während die Landwirte in Österreich versuchen, ihre Erträge zu sichern, gibt es auch in Deutschland eine ähnliche Situation. Im Bundesland Bayern, das zu den größten Hopfenproduzenten der Welt zählt, ist Trockenheit zu einer großen Herausforderung geworden. Die Stadt Spalt in diesem Bundesland versorgt zusammen mit drei anderen Regionen etwa 40 Prozent der weltweiten Hopfenproduktion. Mit zunehmender Trockenheit stehen die Landwirte vor ernsthaften Problemen bei der Wasserversorgung und dem Pflanzenwachstum.
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Strategien zur Bewältigung der Wasserherausforderungen
Die Landwirte suchen nach Lösungen, um mit diesen Problemen umzugehen. Eine der Hauptlösungen ist die Schaffung von Bewässerungssystemen. Im Mühlviertel sind Bewässerungssysteme auf etwa 20 Prozent der Hopfenanbauflächen installiert. In Bayern werden ebenfalls größere Projekte geplant. Zum Beispiel wurde im Gebiet Spalter Hügelland ein System entworfen, das Wasser aus dem Fluss Fränkische Rezat in Speichertanks leitet, um etwa 400 Hektar Hopfenfelder in trockenen Monaten zu bewässern.
Allerdings kann Bewässerung allein die Probleme nicht lösen. Manfred Starlinger, Geschäftsführer der Hopfenbauernkooperation im Mühlviertel, warnt: "Es reicht nicht aus, nur den Wasserhahn aufzudrehen." Stattdessen sucht die Bierindustrie nach neuen Quellen zur Sicherstellung ihrer Rohstoffe. Einer dieser Rohstoffe, Gerste, ist von der Trockenheit betroffen.
Die Landwirte prüfen auch neue Optionen für den Gerstenanbau. Sommergerste, die normalerweise zur Bierproduktion verwendet wird, ist anfällig für Trockenheit. Im Gegensatz dazu nutzt Wintergerste, die im Oktober gesät wird, die Feuchtigkeit im Herbst und Winter und hat ein besseres Wachstum. Zudem werden Tests durchgeführt, um festzustellen, ob Wintergerste für die Bierproduktion geeignet ist oder nicht.
Angesichts dieser Herausforderungen untersucht das Projekt Terrathesis an der Hochschule für Film in Bawü die Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft und die Bierindustrie. Dieses Projekt, das von der Volkswagen Stiftung unterstützt wird, zielt darauf ab, die Verbindung zwischen Wissenschaft, Landwirtschaft und Bierindustrie zu fördern und wird bis Ende 2029 fortgesetzt.
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