Hashim Thaçi (Hashim Thaçi), der ehemalige Präsident des Kosovo, wurde am Mittwoch zu 25 Jahren Gefängnis wegen vier Fällen von Kriegsverbrechen vor dem Sondergericht für Kosovo in Den Haag verurteilt. Thaçi, der zusammen mit drei anderen ehemaligen Anführern von Guerillagruppen angeklagt wurde, wurde wegen Mordes, Folter, unmenschlicher Behandlung und willkürlicher Festnahme verurteilt. Während der Urteilsverkündung stand er in formeller Kleidung schweigend da.
Urteil nach einem langen Prozess
Das endgültige Urteil in diesem Fall, das nach einem dreijährigen Prozess gegen vier Schlüsselpersonen der Kosovo-Befreiungsarmee (KLA) gefällt wurde, umfasst Thaçi, Jakup Krasniqi, Rexhep Selimi und Kadri Veseli. Die Anwälte der Angeklagten wiesen die Vorwürfe zurück und betonten das Fehlen einer Befehlskette in der KLA. Die Staatsanwälte hatten zuvor eine 45-jährige Haftstrafe für jeden der Angeklagten gefordert.
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Reaktionen auf das Urteil und Proteste im Kosovo
Thaçi betonte während des Prozesses, dass er immer an der Seite des Volkes des Kosovo gestanden habe, um deren Freiheit und Würde zu verteidigen. Er hatte im August vorhergesagt, dass er vollständig freigesprochen werden würde. Nach der Urteilsverkündung gingen seine Unterstützer auf die Straßen von Pristina und forderten seine und die Freiheit der anderen Angeklagten. Der Premierminister des Kosovo, Albin Kurti, beschrieb in einer Rede vor der Urteilsverkündung den Krieg als gerechten und befreienden Krieg.
Obwohl die Vorwürfe, die Mord und Folter umfassen, schwerwiegend sind, hofften Thaçis Unterstützer, dass er und die anderen Angeklagten freigelassen werden. Zu diesem Zweck versammelten sich zahlreiche Demonstranten auf öffentlichen Plätzen und zeigten Stunden der Countdown-Uhr für die Urteilsverkündung. Die Polizei des Kosovo war ebenfalls bereit, um die Sicherheit dieser Versammlungen zu gewährleisten.
Das Sondergericht für Kosovo, das in den Niederlanden ansässig ist und internationale Richter umfasst, wurde eingerichtet, um Verbrechen zu verfolgen, die von Mitgliedern der KLA während des Krieges begangen wurden. Dieses Gericht war mit vielen Kritiken konfrontiert und es wurden politische Vorwürfe und Fragen der Unparteilichkeit aufgeworfen.
Thaçi sieht sich noch einem weiteren Prozess wegen der Behinderung der Justiz gegenüber. Er trat nach Vorwürfen im Jahr 2020 von seinem Amt zurück und befindet sich seitdem in Den Haag in Haft.
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