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Die Wolfpopulation in Italien: Herausforderungen und neue gesetzliche Änderungen
Umwelt

Die Wolfpopulation in Italien: Herausforderungen und neue gesetzliche Änderungen

منبع تصویر: euronews.com

Von Aktualisiert: 2 Min. Lesezeit 28,214

Die Wolfpopulation in Italien hat im Jahr 2026 3500 erreicht. Diese Zahl basiert auf den neuesten nationalen Erhebungen, die vom Istituto Superiore per la Protezione e la Ricerca Ambientale (Ispra) durchgeführt wurden. Seitdem ist die Anzahl der Wölfe um 150 gestiegen, insbesondere in den Alpenregionen.

Steigende Wolfzahlen und soziale Bedenken

Die Zunahme der Wölfe und deren Sichtungen in der Nähe von Wohngebieten haben erneut Diskussionen über diese Art ausgelöst. Im März 2026 verabschiedete Italien die neue EU-Richtlinie zum Schutzstatus der Wölfe, die die vorherigen Gesetze reformiert. Diese Art wird jetzt als „geschützte Art“ anerkannt, was Fragen zur Wirksamkeit dieser Änderung aufwirft.

Sollten die Menschen Angst vor Wölfen haben?

Piero Genovese, Leiter der Koordinierungsdienste für Wildtiere bei Ispra, sagt: "Wolfangriffe sind nach wie vor ein seltenes Phänomen, und es besteht keine echte Gefahr für die Menschen. In den letzten Jahren haben wir jedoch einen Anstieg dieser Fälle beobachtet, die genau überwacht werden." Laut Ispra wurden zwischen 2017 und 2024 nur 19 Fälle von Wolfangriffen auf Menschen registriert. Interessanterweise waren nur sieben Wölfe für diese Angriffe verantwortlich, und ein Weibchen hat 11 dieser Angriffe verübt.

Marco Antonelli, Biologe und Spezialist für große Säugetiere bei WWF Italien, erklärt: "Es gibt tatsächlich keinen Grund, Angst vor Wölfen zu haben; sie sind schüchterne und nachtaktive Tiere, die dazu neigen, den Menschen auszuweichen." Ispra hat ein spezielles Protokoll entwickelt, um städtische Wölfe und ihr „Selbstbewusstsein“ zu managen, das das Verhalten der Wölfe je nach ihrem Gefahrenlevel kategorisiert.

Gesetzliche Änderungen auf europäischer Ebene

Die neuen gesetzlichen Änderungen in Italien und anderen europäischen Ländern, einschließlich Deutschland, stehen unter dem Einfluss der neuen EU-Richtlinie. Luigi Boitani, emeritierter Professor an der Universität La Sapienza in Rom, sagt: "Dies war eine politische Entscheidung, die von Präsidentin von der Leyen vorangetrieben wurde. Diese Änderungen waren nicht notwendig, da Wölfe bereits unter bestimmten Bedingungen bejagt werden konnten."

Piero Genovese ist der Ansicht, dass diese Änderungen dazu beitragen werden, technische Prozesse zu verbessern und es den Regionen zu ermöglichen, Entscheidungen autonom zu treffen. Dieses neue System sollte mehr Flexibilität als das vorherige bieten und zur Verbesserung des Managements der Wolfpopulation beitragen.

Quelle: euronews.com